Rügen ein chaotischer Kurztrip

Rügen ein chaotischer Kurztrip

Nach drei Wochen intensiven Ausbaus entscheiden wir uns für einen spontanen Kurztrip. Der Ausbau ist bei Weitem noch nicht abgeschlossen, aber mit einem provisorisch befestigtem Bett und einer zum Glück schon funktionierenden Standheizung machen wir uns auf den Weg.

Das wurde auch wirklich Zeit. Wir haben zuvor täglich bis zu 11 Stunden an „Peppi“ gebaut. Kurzentschlossen Wetter und Wind geprüft und aufgrund der Ostwindlage für Rügen entschieden. Also geht es los in Richtung Rügen. Da wir erst am Abend abreisen, übernachten wir kurz vor Rügen und wollen dann relativ früh los, weil für morgens eine gute Windvorhersage besteht. Am nächsten Morgen suchen wir im Gepäckraum den Gaskocher. Dabei durften wir mit entsetzen feststellen, dass der Neoprenanzug fehlt. Also geht es schlecht gelaunt, ohne Frühstück nicht nach Rügen, sondern die gestern Abend gefahrenen 150 km zurück nach Plau am See. Auf der Rückfahrt haben wir kaum ein Wort gewechselt. In Plau am See angekommen, Neo eingepackt und festgestellt, dass hier der Wind auch ganz gut pustet. Also dann doch noch nicht weiter nach Rügen, sondern zum Fleesensee und dort aufs Wasser. Dies stellte sich glücklicherweise als sehr gute Entscheidung heraus. Es war eine tolle Session. Ist natürlich nicht ausgeschlossen, das, es sich nur so gut anfühlte, weil es das erste Mal Kiten nach einer verletzungsbedingten Zwangspause von einem ¾ Jahr war. Nach fast 3 Stunden Kiten lassen wir den Tag gemütlich am Fleesensee ausklingen.

Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Rosengarten auf Rügen. Wir fahren den kürzesten Weg (nur Landstraße). Erstaunt sind wir sehr über den Verbrauch von 16,5 Liter, was etwa dem Verbrauch von unserem VW LT 4×4 entspricht. Wir hätten mit wesentlich mehr gerechnet. Man muss natürlich erwähnen, dass der Ausbau noch nicht abgeschlossen ist und einiges an Gewicht hinzukommt. Zudem sind wir nur selten über 80 km/h gefahren.

Als wir im Dauerregen auf Rügen ankommen sind, stellen wir fest, dass Dach und Tür noch etwas undicht sind. Aber deshalb macht man auch Testreisen. Nichtsdestotrotz geht es erst mal aufs Wasser, denn daran ändern kann man jetzt eh nichts. Zumindest positionieren wir den Bus so, dass das Wasser nicht auf dem Dach stehen bleibt sondern zur entgegengesetzten Seite der Schiebetür abläuft, dies klappt sogar erstaunlich gut.

Nach zwei windigen Tagen macht der Wind eine Pause und wir entscheiden uns das trockene, nicht windige Wetter zu nutzen und fahren weiter Richtung Norden, um dort eine Wandertour am Kreidefelsen zu unternehmen. Dort schlagen wir auch unser Nachtlager auf. Am nächsten Morgen geht es nach einem gemütlichen Frühstück nach Saal, um die SW-Windlage zu nutzen. Leider war der Wind nicht so stark wie erhofft, aber wir Treffen dort zufällig Freunde, die die Enttäuschung etwas mildern. 🙂

Damit soll unser Kurztrip auch schon zu Ende sein. Auf dem Rückweg nach Plau am See überlegen wir uns doch noch eine Nacht im Bus zu verbringen, direkt am Plauer See. Sodass wir am nächsten morgen hoch motiviert den Ausbau fortsetzen können.

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