Technik im Wohnraum

Hier wollen wir den ganzen Schnickschnack auflisten, den wir im Wohnraum verbaut haben und etwas zu dem wieso und warum sagen.

Kühlschrank

Wir haben uns für einen Waeco Cool Matic CRX 140 Kompressor-Kühlschrank von Dometic entschieden. Bisher hatten wir immer Absorberkühlschränke die mit Gas liefen. Aufgrund unserer Entscheidung, nur mit einem Energieträger auskommen zu wollen, gibt es nicht viele Möglichkeiten.

Dometic Waeco CRX 140
Dometic Waeco CRX 140
Kühlschrank Kompressor
Kühlschrankkompressor (Waeco crx 140)
Loch für die Kompressorkühlung
Loch für die Kompressorkühlung

Den ersten Praxistest konnten wir gleich nach dem Einbau durchführen und wir sind positiv überrascht. Er wird sehr schnell kalt und auch die Geräuschentwicklung ist vollkommen akzeptabel, auch der Energieverbrauch ist besser als erwartet. Der Kühlschrank ist mit 65 Watt angegeben, das würde bei einem 24 Volt System einen Stromfluss von 2,7 A bedeuten. Diese Angaben können wir durch unsere Messungen bestätigen. Dazu kommt, dass der Kühlschrank nicht permanent läuft und es Phasen gibt, in denen kein Strom fließt. Somit stellt er sich als deutlich effizienter heraus als anfangs angenommen. In unserem ersten Test haben wir ebenfalls festgestellt, dass wenn der Kompressor läuft, die Wärmeentwicklung relativ hoch ist. Also entschließen wir uns für eine aktive Belüftung. Wir schneiden ein Loch in der Nähe des Kühlschrankkompressors in die Kofferaußenhaut, und montieren einen Lüfter, der die warme Luft nach außen transportieren soll.

Standheizung

Bei diesem Thema haben wir lange überlegt, für welches Modell wir uns entscheiden. Aufgrund unserer Entscheidung auf Gas zu verzichten, kommt nur Diesel als Energieträger in Frage. Anfänglich hatten wir die Idee ein kombiniertes Gerät (Warmluft und Warmwasser) einzubauen. Auch der Einbau einer Wasserheizung mit entsprechenden Heizkreislauf haben wir in Erwägung gezogen. Der Vorteil einer Wasserheizung ist eine gleichmäßig Wärmeverteilung. Sie ist sehr leise und zudem ist es möglich eine Fußbodenheizung zu installieren. Der Nachteil der Warmwasserheizung ist, dass sie relativ aufwendig zu verbauen und sie ziemlich schwer ist. Außerdem hätte die Kofferhöhe den Einbau einer Fußbodenheizung nicht zugelassen (aktuelle Höhe 1,83 m).

Gegen den Einbau eines kombinierten Gerätes hat letztendlich eine zufällige Begegnung gesprochen. Wir hatten für uns drei Geräte herausgesucht: Truma Combi D 6, Webasto Dual Top und ALDE Compact 3020. Wie der Zufall manchmal will, haben wir auf einer Party einen Vertriebsmitarbeiter von Webasto kennengelernt, der uns von den kombinierten Systemen abgeraten hat. Hauptkritikpunkte waren häufige Probleme mit dem System, aufwendige Reparaturen und der überhöhte Preis aufgrund des geringen Absatzes. Seine Empfehlung war Warmwasser und Warmluft zu trennen und zwei Systeme zu verbauen.

Planar 44D neben Wassertank verbaut
Planar 44D Luftauslass
Planar 44D Auspuff

Letztendlich haben wir die Planar 44D auf 24 Volt Basis verbaut und sind bisher auch absolut zufrieden. Die einzigen Kritikpunkte sind, dass sie auf hoher Leistungsstufe relativ laut ist. Allerdings haben wir keinen Vergleich zu anderen Modellen mit ähnlicher Leistung. Außerdem ist das standartmäßige Bedienelement nicht gerade intuitiv zu bedienen. Hier gibt es allerdings alternative Bedienelemente.

Kochfeld

Aufgrund unserer Entscheidung auf Gas zu verzichten, gab es keine große Auswahl. Entweder der Wallas 85 DT oder das Webasto Dieselkochfeld X100. Letztendlich haben wir uns aufgrund der Höhenregulierung für Webasto entschieden. Zudem werden wir im Außenbereich einen Spirituskocher verwenden. Zeitweise haben wir aufgrund des hohen Preises für den Dieselkocher überlegt den Spirituskocher ebenfalls im Innenraum zu verwenden. Wegen leichter Sicherheitsbedenken sind wir von diesem Plan allerdings abgerückt.

Webasto Diesel Cooker x100 Einbau
Webasto Diesel Cooker x100 Inbetriebnahme
Webasto Diesel Cooker x100 Bedienteil

Wasserversorgung

Wir entscheiden uns wie auch schon im LT 4×4 für ein Druckwassersystem. Somit können Wasserhahn und Dusche aus dem Haushaltsbereich verwendet werden. Die Pumpe sorgt für einen stabilen Druck von ca. 2 Bar. Der Vorteil ist, dass die Wasserpumpe nicht erst anläuft, wenn der Wasserhahn geöffnet wird. Es kann ein Filter verbaut werden (diese setzen häufig auch einen gewissen Wasserdruck voraus) und der Wasserdruck ist unter Verwendung eines Akkumulatoren-Tankes relativ konstant.

Wasserversorgung Skizze
Pumpe mit grob Filter und Akkumulatorentank
Wassertank 350 Liter
Boiler

Um Warmwasser zu erzeugen, entscheiden wir uns für einen 20 Liter Boiler von Elgena. Leider haben wir auf dem Markt keinen Boiler gefunden der direkt mit Diesel Warmwasser erzeugt. Aufgrund dessen, dass wir uns gegen ein kombiniertes Gerät (Warmwasser und Warmluft) entschieden haben und ein gasbetriebener Boiler nicht in Frage kommt, entscheiden wir uns für den Elgena Nautic-therm S Typ ME 20 L. Es ist möglich Warmwasser mit Strom oder über den Wärmetauscher zu erzeugen (z.B. durch die Verbindung mit dem Kühlwasserkreislauf).

Längerfristig ist geplant eine Standheizung zu verbauen, die wahlweise den Motor vorheizt oder das Wasser im Boiler erwärmt.

Toilette

Für uns stand von Anfang an fest, dass wir keine Chemietoilette verbauen wollen. Hintergrund ist, dass wir äußerst selten Campingplätze anfahren und nicht überall eine entsprechende Entsorgungsinfrastruktur gegeben ist. Deshalb entscheiden wir uns für eine Trenntoilette. Erfahrungen haben wir bisher keine gemacht, aber wir haben viele Reiseblogs gelesen und die Mehrheit ist sehr zufrieden. Wir bestellen den Bausatz „Privy 501“ von Separett und bauen das Drumherum selbst

Separett 'privy 501'
Separett 'privy 501' von unten