Die letzte Tour nach Rømø

Die letzte Tour nach Rømø

Leider sollte sich die Tour als die letzte Reise mit unserem VW LT 4×4 herausstellen. Wir wollen das schöne, windreiche Osterwochenende nutzen und nach Dänemark fahren. Der Auftakt beginnt schon mal sehr gut, denn wir haben einen Besichtigungstermin für einen Unimog. Der Unimog parkt in der Nähe von Kiel und liegt somit auf dem Weg Richtung Dänemark.

 

Wir landeten bei einer eingefleischten Unimog-Fan-Familie die super sympathisch ist. Wir erzählen mehrere Stunden, bekommen eine Einweisung in den Unimog und machen eine ausgedehnte Probefahrt. Letztendlich ist uns aber der Sanitätskoffer mit einer Höhe von ca. 165 cm doch etwas zu klein. Aber aus dem Kopf bekommen wir den Unimog natürlich nicht. Wir überlegen hin und her, ob es nicht doch reicht und wie man den Ausbau gestalten könnte. Wir wollen uns aber noch etwas Bedenkzeit nehmen. Weil die Besichtigung länger gedauert hat als gedacht, entscheiden wir uns dazu einen Übernachtungsplatz in der Nähe zu suchen und morgens nach Rømø weiter zu fahren.

 

Am nächsten Morgen, geht es nach einem ganz rituell ausgedehnten Frühstück weiter nach Dänemark. Punkt 12 Uhr sind wir Lakolk Strand auf Rømø. Wind und Wellen sind wie so oft sehr zuverlässig und lassen uns auch diesmal nicht im Stich. So geht es wie gewohnt Richtung Norden, vorbei an den stecken gebliebenen Fahrzeugen (denen wir natürlich, wie immer unsere Hilfe anbieten) bis hin zum Sperrgebiet. Nachdem wir eine optimale Parkposition gefunden haben, was schwerer ist als man denkt, da der Wind relativ stark ist und dauernd die Flamme vom Absorberkühlschrank aus pustet, geht es ab aufs Wasser.

Nach drei Stunden in der Welle, wollen wir noch ein paar Videos im Flachwasser drehen. Denn direkt neben dem Bus ist ein Priel entstanden und bietet eine wunderschöne Kulisse. Leider kam es noch bevor die Kamera stand zu einem sehr unschönen Sturz. Die anfängliche Hoffnung das es sich lediglich um eine ausgekugelte Schulter handelt, die mit wenigen Hangriffen wieder funktionstüchtig ist, sollte später schlagartig zerstört werden.

Glücklicherweise sind wir ja zu zweit unterwegs, weil es mit der kaputten Schulter nicht möglich ist das Kite-Material zusammen zupacken, geschweige denn den LT zu fahren. Die nächstgelegenen Krankenhäuser sind in Esbjerg oder in Flensburg, wir entscheiden uns für Flensburg.

 

Auf dem Weg ins Krankenhaus haben wir uns mehrfach verfahren und uns wirklich schwer getan es zu finden. Allerdings waren alle sehr hilfsbereit und wussten genau wo wir hin wollen. Vermutlich ist dies in unseren Gesichtern ablesbar (ein Gesicht angsterfüllt, das andere schmerzverzerrt).

 

Im Krankenhaus aufgenommen und immer noch im Neoprenanzug steckend, helfen die Schwestern beim vorsichtigen ausziehen, somit ist glücklicherweise ein Zerschneiden nicht notwendig. Wir fühlten uns dort sehr gut aufgehoben und alle sind total engagierte (eine Reise wert, falls es notwendig ist ;)). Leider ist der Befund doch etwas schwerwiegender als gedacht: Rockwood 5 also ein Komplettabriss aller Muskeln und Bänder im Schultergelenk.

 

Damit ist unser kurzer Ausflug beendet. Leider, wie sich später herausstellt, sollte dies die letzte Tour mit unserem LT 4×4 gewesen sein. Glücklicherweise geht es mittlerweile der Schulter wieder ganz gut und wir können uns neuen Abenteuern stellen.

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