Auf in den Norden von Island

Auf in den Norden von Island

Bevor wir ganz im Norden ankommen, wird noch Einiges passieren. Einen Tag haben wir uns für den Golden Circle Zeit genommen. Die Golden-Circle-Tour ist eine sehr beliebte Touristen-Stecke, die auch im Winter frei sein soll. Entlang dieser Strecke gibt es viele Sehenswürdigkeiten.

Wir freuen uns als wir am Folgetag endlich wieder ins Hochland fahren und die asphaltierten Straßen verlassen können. Das nächste Etappenziel ist Kerlingarfjöll. Ein vulkanischer Gebirgszug dessen höchste Erhebung, der Snækollur, 1477 Meter hoch ist.

Kerlingarfjöll ist hervorragend zum Wandern geeigtet. In unserem Video gibt es ein paar Ausschnitte von unser Wandertour.

Mitten auf der F35 bleiben wir plötzlich liegen, denn die Bremse vom VW MAN blockiert. Es hat sich eine eingepresste Verbindung, von einem Druckluftverteiler, unterhalb des Fahrerhauses gelöst. Beim zweiten Versuch gelingt es uns diese wieder einzuschlagen. Vorsichtig mit einem Stück Holz (Rückseite vom Handfeger) und einem Hammer schlagen wir das Verbindungsstück wieder ein und es hält bis heute.

Eigentlich wollten wir die Route nördlich vom Hofsjökull fahren. Wir müssen uns aber eine Alternative suchen und entscheiden uns für die F734 die an einem verlassenen Reiterhof vorbeiführt.

Unser Weg führt uns zum Fosslaug, dort ist ein Hot-Pot direkt an einem Wasserfall. Da dieser Hot Pot auch von der Ringstraße zu erreichen ist, ist er sehr voll.

Wir wollen uns nicht dazwischen quetschen und gehen zurück. Sehen auf der anderen Seite vom Fluss, oberhalb des Wasserfalls einen Hund, der unbedingt die Seite wechseln will. Dabei fällt er die erste Stufe des Wasserfalls runter.

Wir versuchen ihn dort zu erreichen, um ihn rauszuholen. Leider ist die Strömung so stark, dass der Hund die zweit Stufe (etwa 20 m) hinuntergerissen wird. Wir zittern am ganzen Körper, denn wir sind uns sicher, dass er dies nicht überlebt hat.

 

Als wir aus der zwischen Stufe wieder hinaufklettern, sehen wir den Kleinen wie er sich auf der gegenüberliegenden Seite auf Felsen rettet. Die Schlucht ist aber extrem Steil, sodass er es nicht mehr nach oben schafft. Christopher klettert runter, um den Hund zu holen. Glücklicherweise kommen beide wohlbehalten zurück.

Die Hündin bekommt von uns den Spitznamen Fossi, weil Foss das isländische Wort für Wasserfall ist.

Wir bleiben an dem Tag auch dort und schaffen es am nächsten Tag doch noch in den Hot Pot, der extrem heiß ist an einigen Stellen.

Als wirklich großartiger Tipp stellt sich die F899 heraus. Der Weg ist nicht besonders anspruchsvoll und auch schon mit einem normalen 4×4 Fahrzeug fahrbar. Landschaftlich ist die Strecke allerdings wunderschön, der Strand am Ende der F899 ist atemberaubend. Wir wandern dort 20 km die Küstenlinie entlang. In der Ferne lässt sich Husavik erkennen und bei genauen hinsehen kann man sogar Wale erahnen.

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